Quellennachweis
Christianes-Kräuterei

Beim Sammeln von Wildkräutern gibt es ein paar Dinge zu beachten.


In diesem Beitrag findest du die wichtigsten Tipps für deine Sicherheit und den Schutz der Natur. Auch auf Ängste, die bei vielen sammelunerfahrenen Menschen vorhanden sind, wie das Thema Fuchsbandwurm und Gifitgkeit, wollen wir eingehen.


1. Ernte nur, was du auch wirklich nutzen möchtest und lasse mindestens zwei Drittel der Pflanzen an einem Ort stehen, damit sie sich ausreichend vermehren können.


2. Sammle nicht an stark befahrenen Straßen, am Rand konventionell bewirtschafteter Flächen und an Orten, an denen viele Hunde ihr Geschäft hinterlassen.


3. Geeignete Sammelplätze sind Gärten, Spielplätze und die freie Natur.

Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, dürfen nicht gesammelt werden, außerdem gibt es ein Sammelverbot für Naturschutzgebiete.

Achte auf gesunde und saubere Pflanzen. Am besten zum Sammeln geeignet sind trockene, sonnige Tage, insbesondere wenn die Kräuter konserviert werden sollen.


4. Für manche Pflanzen ist es sinnvoll, eine Schere oder ein Messer zu benutzen, um die Pflanze nicht unnötig zu beschädigen.

Wurzeln solltest du immer erst nach der Vegetationsperiode der jeweiligen Pflanze sammeln.

Als Sammelbehälter eignen sich Körbe, Schüsseln und Siebe. Auch alte Tüten von Lebensmitteln können benutzt werden. Nimm die Kräuter zu Hause aber rasch aus den Tüten heraus, damit sie nicht zu schwitzen anfangen.


5. Kräuter werden am besten frisch verarbeitet. Wenn du sie verwahren willst, gib die Kräuter in ein passendes Gefäß und lege sie in den Kühlschrank. Die mögliche Aufbewahrungsdauer ist von Pflanze zu Pflanze verschieden, ich lagere sie selten länger als 1-2 Tage im Kühlschrank. Für Tees kannst du sie auch an einem luftigen Ort trocknen lassen. Wenn sie rascheln beim berühren kannst du sie in Blechdosen, die du vorher beschriftet hast, an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren. Ich habe dafür Regale im Keller.


6. Ob du die gesammelten Kräuter wäschst, musst du selbst entscheiden. Ich wasche sie nicht, da auf den Kräutern Mikroorganismen leben, welche den Menschen mit wichtigen Eiweißen, Vitaminen (unter anderem B12) und Mineralstoffen versorgen können.


Regeln zur richtigen Pflanzenbestimmung


Sammle nur die Pflanzen, die du wirklich kennst. Beginne mit einfachen Pflanzen, die du schon kennst, wie vielleicht der Brennnessel und dem Löwenzahn.

Beim Kennenlernen neuer Pflanzen helfen Wildkräuterwanderungen und fundierte Bestimmungsbücher, zum Beispiel diese:


Essbare Wildpflanzen - 200 Arten bestimmen und verwenden von Steffen Guido Fleischhauer

Was blüht denn da - Kosmos - Naturführer - der Fotoband



Wenn du unsicher bist, knipse ein paar Fotos mit deiner Handykamera oder nimm zur Bestimmung einzelne Pflanzenteile mit nach Hause. Dann kannst du Informationen nachschlagen und abgleichen.

Wenn du beim Bestimmen einer Pflanze immer noch unsicher bist, beobachte sie über einen längeren Zeitraum und über die verschiedenen Jahreszeiten hinweg. Manche Pflanzen, wie zum Beispiel die Nachtkerze, entwickeln sich sehr unterschiedlich in verschiedenen Altersstadien hinweg.

Beachte, ob es Verwechslungsmöglichkeiten mit stark giftigen Pflanzen gibt.



Was tun bei Vergiftung?


Beim sorgfältigen Sammeln und Beachten der hier genannten Regeln ist wenig zu befürchten. Ich selbst sammle auch schon seit einiger Zeit und bis jetzt geht es mir gut.


Sollte jedoch ein Vergiftungsverdacht vorliegen, nutze den kostenlosen Giftnotruf. Rund um die Uhr erhältst du Informationen zum Thema:


Deutschland:


030-19240

0228-19240


Österreich:


01/406 43 43


Schweiz:


145


Der Fuchsbandwurm


Viele Menschen haben Angst vor dem Fuchsbandwurm. Eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm-Erreger ist sehr unangenehm und die Angst somit berechtigt. Die Infektionsrate ist sehr niedrig. Es gibt keine Nachweise, dass jemand, der Kräuter in der Natur gesammelt hat, sich infiziert hat.


Meistens werden nur Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten oder Halter nicht regelmäßig entwurmter Katzen und Hunde infiziert.


Wer dennoch eine Infektion befürchtet, kann auf der Webseite der Uni Würzburg nachlesen, wie der Erreger unschädlich gemacht werden kann.





www.kostbarenatur.net