Januar
Christianes-Kräuterei

JANUAR

Den Winter assoziieren wir normalerweise nicht mit Wildpflanzenwanderungen oder Wildkräutersalaten...

...aber selbst in kälteren Wintern gibt es immer wieder Gelegenheiten, etwas frisches Grün zu finden.


Selbstverständlich gelten auch im Winter die wichtigsten Regeln zum Sammeln und Nutzen von Wildkräutern.


1. Das Gänseblümchen blüht das ganze Jahr über und streckt seinen zarten Kopf in Richtung Sonne, sobald die Schneedecke lichter wird. Es ist reich an Vitamin C, Magnesium, Eisen und anderen Vitalstoffen und eignet sich hervorragend als Deko auf vielen Speisen.


2. Gundermann kriecht flach am Boden und seine Blätter kannst du auch im Winter nutzen. Er ist ein leckeres Würzkraut und kann bei Schnupfen sowie langwierigen Krankheiten helfen.


3. Die Echte Nelkenwurz liebt nährstoffreiche, feuchte Böden. Junge Blätter können in den Salat gemischt werden, wohingegen ältere Blätter fein geschnitten Gemüsegerichte oder den Kräuterquark bereichern. Getrocknet kannst du sie auch als Gewürz verwenden.




6. Auch der Löwenzahn gehört zu den früh austreibenden Pflanzen und ist in einem milden Winter versucht, neue Blätter auszubilden. Dieses Jahr habe ich sogar noch im Dezember ein paar gelbe Blüten gesehen. Die Blätter sind besonders reich an Vitamin C und Provitamin A.


7. Die kleinen runden Blätter des Pfennigkrauts mögen unscheinbar sein, aber gerade im Winter können sie unseren Speiseplan bereichern. Sie verfügen über viel Kalium und liefern Kieselsäure, Gerbstoffe und Schleimstoffe. Du kannst die leicht säuerlich schmeckenden Blätter in Salaten, Quark und Kräuterbutter verwenden oder getrocknet in Würzmischungen weiterverarbeiten.


8. Der säuerlich frische Sauerampfer treibt an sonnigen Tagen neue Blätter aus, die du sowohl in der Küche als auch für Heilanwendungen nutzen kannst. Salaten und Suppen gibt er einen besonderen Geschmack. Er ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, welche sich insbesondere für eine Frühjahrskur eignen.


9. Auch ein paar zarte Blätter des Spitzwegerichs kann man in den kalten Monaten finden. Ihr milder Geschmack macht sie zur idealen Salatbeigabe. Wenn du größere Mengen findest, lässt sich aber auch eine leckere Spitzwegerich-Suppe damit zubereiten. Ein heißer Teeaufguss mit den Blättern ist ideal gegen Erkältungen und die Schleimstoffe lindern Schmerzen beim Husten.


10. Die Vogelmiere ist eine Pionierpflanze, die sich schnell über ungeschützten Boden ausdehnt und ihn vor Erosion bewahrt. Sie ist auch in kälteren Monaten aktiv und kann in größeren Mengen geerntet werden. Wenn du sie findest, solltest du unbedingt etwas mit in die Küche nehmen, denn sie ist sehr reich an Vitaminen A, B und C und liefert weit mehr Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium als heimisches Kulturgemüse. Außerdem kann sie dir bei Husten, Lungenleiden und Rheumabeschwerden Linderung verschaffen.


11. Das Wiesen-Labkraut als auch das Echte Labkraut können gesammelt werden, und mit etwas Glück stolperst du eventuell auch über ein paar Exemplare des Waldmeisters.


12. Die jungen Blätter des Wiesen-Schaumkrauts eignen sich gut als Salatbeigabe und in Kräuterquark. Ein Tee mit dem Kraut regt Leber und Galle an, stärkt unser Immunsystem und kann bei chronischen Gelenkerkrankungen und Hautproblemen helfen.


13. Die Knoblauchsrauke ist ein wunderbares Würzkraut, welches, wie der Name schon sagt, leicht nach Knoblauch schmeckt. Junge Blätter und Triebe sind am besten roh zu verzehren, da ihr Geschmack durch Erhitzen verloren geht. Die Pflanze wirkt blutreinigend, harntreibend und schleimlösend und kann bei Atemwegserkrankungen gute Dienste leisten.


WICHTIG: Beachte, dass Pflanzen im Winter nicht nur schwerer zu finden, sondern auch schwerer zu erkennen sind, weil Blüten und andere charakteristische Merkmale fehlen. Im Zweifel ziehe ein Bestimmungsbuch oder einen Wildpflanzenführer zu Rate.


Texte unter Mithilfe von verschiedenen Seiten im Internet erstellt!

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